Dōmo arigatō, Mr. Roboto!

Letzte Woche haben wir unsere Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD offiziell gemacht – heute werden wir euch erzählen, wie die Arbeit bei uns aussah.

Schon früh hatten wir gemeinsam entschieden, dass das „Scanning Event“ in unseren Räumlichkeiten stattfinden würde. Am Montag kam also ein dreiköpfiges Team aus Darmstadt zu uns nach Köln. Matevž Domajnko, Julian-Alexander Neagu und Martin Ralf Schurig machten sich sofort an die Arbeit und bauten ihr auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenes Equipment im Veranstaltungsraum auf. Da es sich um sehr unterschiedliche Exponate handelte, wurden drei Stationen aufgebaut. Je nach Größe, Natur und Stabilität des Exponats wurde dann eine bestimmte Technik ausgewählt.

Wie schon im letzten Blogpost erwähnt, lassen sich manche Gegenstände nur schwer für eine 3D-Darstellung digitalisieren. Umso glücklich war ich als mir mitgeteilt wurde, dass eins meiner Lieblingsobjekte, dieses ungewöhnliche Mokkaset aus Kork, problemlos digitalisiert werden kann. Schon 2014 hatte ich ein Video über dieses Exponat gedreht – und bald wird es die ganze Welt online in 3D erleben können!

Ganz gespannt war ich, als mich die Fraunhofer-Kollegen zu ihnen riefen, um den Digitalisierungsprozess des Mokkasets zu beobachten. Martin erklärte mir im Detail, was mit dem Set passieren würde.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Er gab dann einige Parameter in den Computer ein, um bestimmte Teile des Sets zu fotografieren. Dadurch aktivierte er den mitgebrachten Roboter-Arm, der mit einer Kamera ausgestattet war. Welch faszinierender Anblick! Zuerst „befahl“ er dem Roboter, sich auf die Kaffeekanne zu fokussieren, dann konzentrierte er sich auf den Servierteller. Wichtig war dabei, dass das Exponat sich nicht bewegt – das würde sonst zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Daher sind Exponate mit beweglichen Teilen (wie Schuhe mit Schnürsenkeln) besonders problematisch! Und so sah es aus:

Die Digitalisierung des Mokkasets dauerte ungefähr eine Stunde: dabei sind um die 250 individuellen Bilder gemacht worden, mit einer Auflösung von 20 MP. Anhand dieser Bilder generiert dann die Software ein 3D-Modell des Exponats. Auch dies braucht seine Zeit – bis zu 24 Stunden!

Jetzt bleibt es abzuwarten, wie das Set nach der finalen Aufarbeitung aussieht – wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis und werden es euch zeigen, sobald es da ist. Wir bedanken uns sehr bei dem sympathischen und engagierten Fraunhofer-Team und sagen bis bald!

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