Von Gamification bis zu Zeitzeugen der Industriekultur: Die MAI-Tagung

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Einmal im Jahr findet die MAI-Tagung statt. Das Kürzel hat weniger mit dem Zeitpunkt zu tun, der traditionsgemäß im Mai liegt, sondern steht für „Museums and the Internet“. Hier versammeln sich viele Akteure, die in diesem weiten Feld aktiv sind, und da darf unser Projekt natürlich nicht fehlen.

Völklinger Hütte (Foto: Klaus Nahr via flickr)

Völklinger Hütte (Foto: Klaus Nahr via flickr)

Die Tagung ist für den 21. und 22. Mai angesetzt. Letztes Jahr in Bonn war ich noch Zuschauer, dieses Jahr soll ich unser geplantes virtuelles Museum präsentieren. Also auf zum Tagungsort – der Völklinger Hütte. Als nicht aus dem Saarland stammender Teilnehmer muss ich den Ort erst mal lokalisieren und mir eine Zugverbindung suchen. Die Völklinger Hütte – ein UNESCO Weltkulturerbe – ist ein beeindruckendes Zeugnis der Industriekultur und zieht den Besucher wegen ihrer gigantischen Ausmaße direkt in ihren Bann.

Das Wesentliche in 15 Minuten

Beeindruckend ist auch das Programm. Die Masse an interessanten Vorträgen zeigt, wie dynamisch und breit aufgestellt das Feld an der Schnittstelle zwischen Museum und Internet ist. Knapp getaktet erfahren wir am ersten Tag von aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Zeitzeugenschaft, Industriekultur und Internet, App-Anwendungen sowie Gamification und kulturelle Vermittlung. Meine eigene Präsentation liegt im Block „Short Cuts“ und ist auf 17.00 Uhr festgesetzt. Schon im letzen Panel vorher steigt meine Aufregung. Ein Kaffee in der Pause ist jedenfalls nicht mehr nötig, um meinen Kreislauf in Schwung zu bringen. In 15 Minuten gilt es das Wesentliche zusammenzufassen und dann wünsche ich mir natürlich noch Feedback beziehungsweise möchte Fragen beantworten. Ich halte meine geplanten 12 Minuten ein, sodass noch etwas Zeit für zwei Fragen bleibt.

Rückfragen: Finanzierung und Objekte

Die erste Frage bezieht sich auf die Höhe des Budgets und wer das Projekt finanziert. Ein solches Projekt, das mit der grafischen und inhaltlichen Wertigkeit steht und fällt, kostet und das im sechsstelligen Bereich. Dazu haben wir bereits den Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die Stiftung Bevölkerung, Migration und Umwelt (BMU) für Teilfinanzierungen gewonnen, suchen aber noch weitere Sponsoren aus der freien Wirtschaft. Die zweite Frage dreht sich um den Einsatz von Objekten im virtuellen Migrationsmuseum und ob wir hier auf fiktive Digitalisate ausweichen. Da ist unsere Linie klar: Im Virtuellen Migrationsmuseum bildet unsere Sammlung die Grundlage und wir freuen uns, diese Objekte zu präsentieren. Nach den Antworten trete ich von der Bühne ab und genieße entspannt die abschließenden Beiträge und die anschließenden Gespräche bei Saarländischer Küche.

Am zweiten Tag …

Der Freitag beginnt mit einem Blick auf die Nutzungsmöglichkeiten der Social Media. Der folgende Block zeigt, wie das Museum Inhalte nach außen tragen kann. Die schließenden Beiträge drehen sich um Fragen, wie Sammlungen online erschlossen werden und welche Möglichkeiten sich dabei für Unternehmensarchive ergeben.

Nachbereitung

Schon auf der MAI-Tagung wurde fleißig getwittert – ein schönes Storify hat Tanja Neumann zusammengestellt – und auch erste Blogbeiträge sind geschrieben. So von kultur und kunst und von Tine Nowak. Ich behalte die Tagung in guter Erinnerung und freue mich auch schon auf das nächste Jahr! Ein entschlackteres Programm, ein zentraler gewählter Ort und etwas mehr Platz für Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen wären dabei von meiner Warte überlegenswert.

Neben den vielen netten Kolleginnen und Kollegen bedanke ich mich bei Herrn Thilo Martini, der wieder einmal Organisationstalent und Gespür für gute Beiträge bewiesen hat.

 

3 comments on “Von Gamification bis zu Zeitzeugen der Industriekultur: Die MAI-Tagung

  1. […] Hier der erste Blogbeitrag von Tina Nowak zur Maitagung: “MAI-Tagung in der Völklinger Hütte” Tanja Neumann hat ein Storify zur Tagung angelegt, Tweets zur Kuhsprengung kann man und sollte man vielleicht auch besser nicht weiter erklären. 😉 Danke Tanja: Storify hier. Das Virtuelle Museum hat auch über die Maitagung gebloggt: Lest hier mehr! […]

  2. […] „storified“,  in Blogbeiträgen sind noch mal einzelne Themen, wie Lernmedium Handy und Virtuelles Migrationsmuseum, hervorgehoben und die ganze Tagung wurde von Tanja Neumann rezensiert. Bei der Dichte und […]

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