„Ohne Moos nichts los“ – oder: Ich war eine Marketingterminologophobe

Es gibt Sachen im Leben, vor denen man Angst hat. Bei manchen sind es Spinnen. Bei Anderen die Dunkelheit oder die Höhe.

Meine Angst ist ungewöhnlich. Ich bin eine Marketingterminologophobe. Worte wie „Gewinnmaximierung“ oder Konzepte wie das „Triple Helix Model“ plagen mich in meinen schlimmsten Alpträumen. Ich weiß zwar nicht, ob es eine richtige Krankheit ist, aber ich leide seit der Schule darunter. Das ist bei manchen Partys ziemlich behindernd.

Ein Workshop als Therapie

Im November entschied ich, etwas dagegen zu unternehmen. Wir entwickelten bei DOMiD eine neue Strategie für den Verein und unser Projekt des Virtuellen Museums und brauchten professionelle Unterstützung. Indira hatte schon bei Pausanio einen Social Media Workshop mitgemacht, der richtig gut lief. Wir entschieden, dass ich an einem weiteren Pausanio-Workshop „Ohne Moos nichts los – Geschäftsmodelle für Kultureinrichtungen“ teilnehmen sollte. Endlich, eine sanfte Therapie!

Und es funktionierte! Die Seminarleiter Holger Simon und Daniel Bohlmann nahmen sich Zeit, um uns (armen Geisteswissenschaftlern) zu erklären, wie man eine wirtschaftliche Kulturstrategie entwickelt, um seine kulturelle Einrichtung nachhaltig zu finanzieren. Eine Sache ist klar: Staatliche Finanzierungen nehmen ab und wir müssen einen Weg finden, selber Geld mit den eigenen Ressourcen und Expertisen zu generieren.

Der Wirtschaftsplan als Hilfsmittel

Business Model Canvas

Business Model Canvas

Praxisorientiert stellten unsere „Lehrer“ eine sehr eingängige Tabelle dar, um einen vernünftigen Wirtschaftsplan zu entwickeln. Der sogenannte „Business Model Canvas“ hilft, die Stärken und Schwächen einer Einrichtungen aufzulisten, Schlüsselpartner zu finden und Desiderate zu definieren.

Wir testeten die Tabelle mit einem Beispiel und nahmen anschließend DOMiD unter die Lupe. Es war interessant, Spezialisten aus dem Business oder Marketing Milieu zu beobachten, denn sie identifizierten weitere Potentiale und Wege für DOMiD und unser Projekt.

Ich verließ die Veranstaltung mit einem neuen Wortschatz und vielen Ideen für DOMiD. Meine Angst vor Worten wie „Gewinnmaximierung“ und Konzepte wie das„Triple Helix Model“ ist verschwunden: Endlich werde ich auf Partys glänzen können!

Vielen Dank an Holger Simon und Daniel Bohlmann für einen spannenden Workshop.

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