Europa fördert Kultur. Auch das Virtuelle Migrationsmuseum?

Im April 2013 nahmen Sandra und ich an dem Workshop „Europa fördert Kultur – aber wie?“ teil. Dieser Workshop wurde vom Cultural Contact Point, kurz CCP, in Bonn organisiert. Etwa 20 Personen aus unterschiedlichen Kultureinrichtungen nahmen an dieser Veranstaltung teil. Hier ein kurzes Gedankenprotokoll des Tages.

Haus der Kultur, Bonn

Haus der Kultur, Bonn
(Foto: Rana Düsel)

Indira: Sandra, erinnerst du dich noch an unseren Workshop-Tag in Bonn? Wir hatten uns bereits früher am Bahnhof getroffen und sind noch einen Kaffee zusammen trinken gegangen, um wichtige Punkte und Ziele des Workshops aus unserer Sicht zu formulieren.

Sandra: Stimmt, gut vorbereitet sind wir dann also zum Veranstaltungsort – dem Haus der Kulturen gefahren. Nachdem sich alle Teilnehmer mit Kaffee versorgt hatten, gab es eine kurze Vorstellungsrunde, nach der der erste Teil des Workshops anfing.

Indira: Die Referentin des CCP stellte uns die Kulturförderung der EU vor.

Sandra: Genau, neben der Struktur und den Ideen, die hinter der EU-Förderung stecken, stellte sie uns auch einige Beispielprojekte vor, die durch die EU finanziert werden.

Indira: Die Herausforderung diesmal war allerdings, dass es zum Zeitpunkt des Workshops noch keine Ausschreibung für die nächste Förderperiode gab. Es gab nur den Titel: „Kreatives Europa“. Niemand wusste, wie viel Geld es überhaupt geben würde und auch nicht, wann Projektanträge abzugeben waren.

Sandra: Davon ließen wir uns aber nicht verunsichern: Im zweiten Teil des Workshops erarbeiteten wir in Gruppen einen Antrag, der am Beispiel eines konkreten und bereits bestehenden Projektes durchgesprochen wurde. Wir hatten eine Stunde Zeit, das Projekt weiterzuentwickeln und für den EU-Antrag anzupassen. Anschließend stellten wir das Ergebnis dem Plenum vor.

Indira: Das Plenum hatte dann die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Kritik zu äußern. So konnten wir einschätzen, inwieweit dieser Antrag, eine Chance auf EU-Förderung haben würde oder was unter Umständen nochmal geändert werden müsste.

Sandra: Diese Projektvorstellung war interessant und auch der Austausch mit Leuten, die bereits an großen Kulturprojekten arbeiteten, machte Spaß. Aber inwieweit hat uns dieser Workshop weitergeholfen?

Indira: Wir wissen, dass unser Projekt – das Virtuelle Migrationsmuseum – kaum Chancen auf eine Kulturförderung durch die EU hat.

Sandra: Richtig. Laut den bisherigen Förderrichtlinien wird der Aufbau einer Internetseite, was schließlich unser Ziel ist, nicht gefördert. Außerdem haben wir keine Projektpartner in anderen EU-Ländern. Eine europaweite Vernetzung ist aber Voraussetzung einer Förderung.

Indira: Auch wenn wir mit dem Virtuellen Migrationsmuseum europaweit Menschen erreichen und für Mobilität sensibilisieren können, passt das leider nicht in die EU-Förderpolitik. Schade!

Sandra: Aber wie Robert bereits geschrieben hat, haben wir uns auch mit anderen Fördermöglichkeiten beschäftigt – mit wem und wie erklären wir noch.

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