Groetjes: Netzwerken in Amsterdam

Mein Blick wandert durch einen dunklen Raum. Ein voller Dachboden, hinten ein kleines Fenster. Eine Stimme – Katja Riemann – berichtet, wie Anne Frank sich hier in einsamen Momenten zurückzog. In Passagen aus ihrem Tagebuch kommt Anne selbst zu Wort und beschreibt ihre Gefühle. Ich höre gebannt zu und lasse den Blick über verschiedene Objekte wandern. Erst nach einiger Zeit merke ich, wie lange ich schon hier bin und verlasse den Raum, um noch den Rest des Anne Frank Hauses anzusehen. So wie mir geht es jährlich über einer Million Besuchern des „Hinterhauses Online„, der Onlineversion des Anne Frank Hauses in Amsterdam.

Das "Hinterhaus Online"

Das „Hinterhaus Online“

Als ich die Seite zum ersten Mal besuche, ist mir direkt klar, dass ich mit den Machern Kontakt aufnehmen sollte. Die technische Umsetzung und der Aufbau gehen in die Richtung, in die auch unser Virtuelles Migrationsmuseum gehen könnte. Was sind ihre Erfahrungen? Können sie Tipps geben? Die Projektleiterin schreibt mir direkt zurück und lädt mich zu sich nach Amsterdam ein.

Von Köln nach Amsterdam

Zu manchen Dingen muss man sich zwingen, bei anderen fällt es einem leichter. Ich liebe die Niederlande und insbesondere Amsterdam. Also mache ich mich im Mai 2013 grinsend auf die Reise. Von Köln nach Amsterdam ist es ein Katzensprung und ich steige bei strahlendem Sonnenschein aus dem Zug. Da ich noch ein wenig Zeit bis zum Termin eingeplant habe – mein Vertrauen in die Deutsche Bahn hält sich aus persönlicher Erfahrung in Grenzen – will ich mir zunächst das reale Anne Frank Haus ansehen. Die Schlange zieht sich aber um einen ganzen Häuserblock, sodass ich von der eigentlich guten Idee Abstand nehme und mir dann doch einen „koffie verkeerd“ genehmige.

Über eine Million Besucher jährlich

Ita Amorhorseja, die Projektleiterin, empfängt mich mit offenen Armen. Sie erzählt, wie sich ihr Projekt entwickelt hat und gibt mir wichtige Hinweise aus ihrem Erfahrungsschatz – an dieser Stelle nochmal meinen herzlichen Dank dafür. Beeindruckt bin ich besonders von der Schnelllebigkeit der Technik. Das Hinterhaus ist seit 2010 online und seitdem haben sich die Möglichkeiten im Netz stark weiterentwickelt. Ein Aspekt, den ich dann in den Gesprächen mit den Programmieragenturen direkt einbringen werde. Ein schöner Nebeneffekt: Wenn ich das nächste Mal nach Amsterdam komme, lässt mich Ita an der Schlange vorbei direkt in die Ausstellung!

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