Von kolonialen Männlichkeitsbildern zur Migrationsgeschichte

Es gibt wohl im Leben jedes Menschen bestimmte Ereignisse, die man nicht vergisst und bei denen man vor allem immer weiß, was man zu diesem Zeitpunkt gemacht hat.

Dies trifft bei mir und meinem ersten Kontakt mit DOMiD zu. Ich hing für meine Masterarbeit in Geschichte zum Thema Männlichkeitsbilder im kolonialen Deutschland in den letzten Zügen, als ich eine Mail von Sandra erhielt. Sie fragte mich, ob ich nicht Zeit und Lust hätte, für ein spannendes Projekt ein Praktikum zu machen – sie wisse ja, dass ich mein Studium fast beendet habe und ich dann vielleicht Zeit haben werde. [Fußnote: Sandra kenne ich seit unserer gemeinsamen Projektarbeit für das Kölnische Stadtmuseum im Jahr 2011] Sie sagte mir in der Mail aber nicht genau, welche Aufgaben bei diesem Praktikum auf mich zukommen würden. Das Ganze blieb irgendwie geheimnisvoll. Mein Interesse war geweckt! Also, ab nach Köln zum Vorstellungsgespräch.

Das Geheimnis lüftet sich …

4 Etagen hoch voller Aufregung

4 Etagen hoch voller Aufregung

Dort traf ich dann auf Robert: Um Zeit zu schinden, da ich viel zu früh dran war, ging ich lieber die Treppen in den vierten Stock hoch, statt den Aufzug zu nehmen. Oben angekommen, stand ich jedoch vor einer Tür, die nur von innen aufging. Naja, ich musste außer Atem vom Treppensteigen ein paar Mal klopfen und dann öffnete mir Robert lachend die Tür. Das trug auf jeden Fall zu meiner Entspannung vor dem Vorstellungsgespräch bei.

Das Gespräch an sich war locker und ich habe mich gleich wohlgefühlt. Aber es wurde mir immer noch nicht genau gesagt, um welche Art von Projekt es sich handelte. Da wurde wohl ein perfekter Spannungsbogen aufgebaut! Ich wurde erst in die geheime Materie eingeweiht, als ich das Praktikum fest zugesagt hatte – am nächsten Tag, einem Donnerstag.

Robert, Sandra und ich saßen in Sandras Büro und die beiden erklärten mir anhand selbstgemalter, wahnsinnig kreativer Zeichnungen, um was es ging: den Aufbau unseres Virtuellen Migrationsmuseums!!! Ich war begeistert. Direkt haben wir weitere Ideen zusammengetragen und darüber diskutiert. Vorwegnehmend kann ich sagen, dass sich dieses Brainstormen bei uns definitiv als Arbeitsmethode durchgesetzt hat und wir wohl dabei die besten Einfälle haben.

So lässt sich dann sagen, dass ich von meinem Schreibtisch, auf dem koloniale Männlichkeitsbilder verstreut lagen, den Weg ins Büro und zur Migrationsgeschichte gefunden habe. In der Zwischenzeit bin ich auch von der Praktikantin, die übrigens nie Kaffee kochen musste, zur wissenschaftlichen Mitarbeiterin aufgestiegen.

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