Am Anfang war: das Team

Als Danny Ocean sein Team in Ocean’s Eleven zusammenstellt, funkeln seine Augen. Er lächelt mit einem Drink in die Kamera und hat das große Ganze im Blick. Ähnlich grinse ich vielleicht auch, als ich mich als frisch gebackener Projektleiter meiner ersten Aufgabe zuwende. Dem Aufbau eines Teams. Zugegeben: Es geht nicht um die Erbeutung von mehreren Millionen Dollar, sondern lediglich um eine feste Stelle und einen Praktikumsplatz. Dennoch ist mir die Bedeutung des Schrittes bewusst, denn im Team liegt letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

Diese Büros mussten gefüllt werden

Diese Büros mussten gefüllt werden

Die Zeit drängt

Die Zeit drängt, denn der Plan ist sportlich konzipiert. Was muss der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin mitbringen? Ich habe mich in diesem frühen Stadium des Projekts gegen die Hilfe von Fundraisern oder eines Programmierers entschieden. Die werden später sicherlich wichtig, doch jetzt brauche ich jemanden, der mich bei der inhaltlich-konzeptionellen Arbeit unterstützt. Erfahrungen in der Migrationsgeschichte und in der Ausstellungsarbeit sind die Grundvoraussetzungen. Zwar kenne ich aus meiner Zeit am Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven ein paar Menschen, die dem Profil entsprechen, doch die sind alle fest eingebunden. Da kommt unserem Geschäftsführer und mir fast zeitglich ein Name in den Sinn: Sandra Vacca. Sie promoviert in Köln zur musealen Darstellung von Migration und hat einen Master in Museologie. Ganz nebenbei spricht sie Italienisch und Französisch. Perfekt. Doch wie soll ich sie ansprechen? Unser Projekt ist noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Das heißt, ich halte mich bei der ersten Kontaktaufnahme ziemlich vage. Dennoch beißt sie an und zeigt Interesse an meinem Angebot. Bei einem kurzen Bewerbungsgespräch merke ich, dass sie direkt Feuer fängt. Ihr Problem: Sie bekommt ein Stipendium und muss ihre Forschungsschule um Erlaubnis bitten, für einige Zeit mit ihrer Dissertation auszusetzen. Als das alles erledigt ist, steht das zweite Mitglied im Team fest. Gemeinsam überlegen wir, wer als Praktikant noch mit ins Boot geholt werden könnte. Sandra bringt eine ehemalige Kollegin ins Spiel, die gerade ihre Masterarbeit abgeschlossen hat. Indira Kaffer. Auch sie hat sich wissenschaftlich mit Migration befasst und Erfahrungen im Ausstellungsbereich von Migration gesammelt. Perfekt. Sandra übernimmt die Kontaktaufnahme. Das anschließende Bewerbungsgespräch läuft aus meiner Warte super und wir werden uns einig.

Das Team ist komplett. Wie Danny, der um einige Millionen reicher das Casino verlässt, bin ich mir sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben.

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