Groetjes: Netzwerken in Amsterdam

Mein Blick wandert durch einen dunklen Raum. Ein voller Dachboden, hinten ein kleines Fenster. Eine Stimme – Katja Riemann – berichtet, wie Anne Frank sich hier in einsamen Momenten zurückzog. In Passagen aus ihrem Tagebuch kommt Anne selbst zu Wort und beschreibt ihre Gefühle. Ich höre gebannt zu und lasse den Blick über verschiedene Objekte wandern. Erst nach einiger Zeit merke ich, wie lange ich schon hier bin und verlasse den Raum, um noch den Rest des Anne Frank Hauses anzusehen. So wie mir geht es jährlich über einer Million Besuchern des „Hinterhauses Online„, der Onlineversion des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Weiterlesen

Erste technische Überlegungen: Super Mario brachte mich nicht weiter

Als das inhaltliche Konzept stand, kam die Frage der technischen Umsetzung auf. Wie konnten die Dinge, die wir machen wollten, später aussehen und was war dafür nötig? Meine Super Mario- und Tetris-Erfahrungen brachten mich oder besser uns – Indira und Sandra ging es genauso – nicht wirklich weiter. Weiterlesen

In euphorischer Stimmung: Zur Entwicklung des Konzepts

Wenn man ein neues Projekt anfängt, stehen alle Türen offen. Es gibt keine Grenzen und man erlebt eine euphorische Phase. Beim Brainstorming fühlten wir uns wie Kinder in einem Süßigkeitenladen: Es gab so viele Möglichkeiten, dass wir bald eine massive Ideen-Überdosis hatten. Meine erste Aufgabe bei DOMiD war es deshalb, eine Typologie der unterschiedlichen No-Gos und Go-for-its in Migrationsausstellungen zu erstellen. Damit fingen wir dann an, unsere ersten Vorstellungen für das Virtuelle Migrationsmuseum zu definieren. Weiterlesen

Von der Theorie zur Praxis: wie ich zum Projekt kam

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DOMiD ist für mich wie ein alter Bekannter. 2008 lernte ich den Verein kennen – damals lebte ich in Schottland. In meiner Masterarbeit in Museologie und später meiner Doktorarbeit in Geschichte war DOMiD ein Untersuchungsobjekt. Im Rahmen meiner Analysen beschäftigte ich mich mit den Büchern, dem Archiv und den Ausstellungen, die über die Jahre entstanden waren. Mit DOMiD hatte ich also eher eine wissenschaftliche Beziehung. Weiterlesen

Am Anfang war: das Team

Als Danny Ocean sein Team in Ocean’s Eleven zusammenstellt, funkeln seine Augen. Er lächelt mit einem Drink in die Kamera und hat das große Ganze im Blick. Ähnlich grinse ich vielleicht auch, als ich mich als frisch gebackener Projektleiter meiner ersten Aufgabe zuwende. Dem Aufbau eines Teams. Zugegeben: Es geht nicht um die Erbeutung von mehreren Millionen Dollar, sondern lediglich um eine feste Stelle und einen Praktikumsplatz. Dennoch ist mir die Bedeutung des Schrittes bewusst, denn im Team liegt letztlich der Schlüssel zum Erfolg. Weiterlesen

Wieso ein Migrationsmuseum und warum virtuell? – Wie kam es zu der Idee?

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Zugegeben: Ein Migrationsmuseum zu bauen und noch dazu eins, das ausschließlich im Internet zu besuchen ist, liegt vielleicht nicht direkt auf der Hand. Wer allerdings die Geschichte von DOMiD kennt, für den ist das Ganze leicht zu verstehen. Weiterlesen

Herzlich Willkommen!

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Erst einmal: Herzlich Willkommen, schön, dass Ihr da seid! Worum geht es uns? Was erwartet Euch hier? Hier beantworten wir Eure Fragen!

Trailerpremiere am 19. Februar

Wir vom Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) planen den Aufbau eines virtuellen Migrationsmuseums. In diesem Blog beschreiben wir Euch unsere Arbeit und laden Euch ein, den Weg dorthin mit uns zu gehen. Wie das Virtuelle Migrationsmuseum genau aussehen wird, erfahrt Ihr hier im Blog am 19. Februar. Dann lüften wir das Geheimnis. Ab 10.00 Uhr stellen wir Euch hier einen Trailer online, der erste Einblicke liefert. Soviel vorab: Das Titelbild des Blogs ist ein erster Snapshot aus dem Film.

Aber warum ist ein virtuelles Migrationsmuseum überhaupt wichtig? Es geht – da hängen wir uns direkt aus dem Fenster – um nichts Geringeres als die Zukunft unserer Gesellschaft, denn die beruht auf dem friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Das Museum zeigt, wie Migration unseren Alltag prägt – bleibt aber nicht abstrakt, sondern wird konkret: Wieso waren die Italiener die ersten „Gastarbeiter“? Seit wann gibt es den Döner? Wieso leben viele Japaner in Düsseldorf? Vor welchen Problemen stehen Flüchtlinge heute? Unsere Objekte und ihre Besitzer erzählen uns spannende Geschichten über die Einwanderung nach Deutschland.

Wir wollen ein Museum schaffen, das spannend und unterhaltsam informiert. Den Weg zu diesem Museum hat unser Team bereits betreten. Es ist ein Abenteuer, eine Herausforderung, die wir nur mit Euch schaffen können – und wollen. Deshalb laden wir Euch ein, an diesem Projekt teilzuhaben und uns mit Euren Ideen und Wünschen zu unterstützen.

Haben wir Euer Interesse geweckt? Dann folgt unserem Blog, kommentiert, abonniert den Newsfeed und tragt Euch für den Newsletter ein! Wir sind auf dieses gemeinsame Abenteuer sehr gespannt.

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Das Team: Indira, Robert, Sandra

PS: Als erstes haben wir uns gefragt, ob wir hier siezen oder duzen sollen. Gar nicht einfach, aber wir verstehen uns als eine enge Community und haben uns daher für das Duzen entschieden. Jeder, dem das nicht gefällt, kann sich gerne gesiezt fühlen.